FAUST II (DER TRAGÖDIE ZWEITER TEIL)

von Johann Wolfgang von Goethe

Der FAUST-Stoff beschäftigte Goethe sein ganzes Leben. Zwischen dem Puppenspiel, durch das der Knabe erstmals mit dem Teufelspakt des getriebenen Gelehrten in Berührung kommt, bis zur Vollendung des zweiten Teils kurz vor seinem Tod liegt eine Spanne von siebzig Jahren. So gerät dem Autor das Werk zum Medium, in dem er eine nicht erst seit der Französischen Revolution in Umwälzung befindliche Welt poetisch, philosophisch und politisch reflektiert. Erzählt der erste Teil des FAUST noch weitgehend linear die Geschichte eines Mannes, der rastlos wissenschaftliche und erotische Befriedigung sucht und dabei an mehreren Menschen schuldig wird, so fächert „der Tragödie zweiter Teil“ ein ganzes Panorama an Themen und Formen auf. Das zentrale Antipodenpaar Faust und Mephisto hält nur noch lose diese Fülle zusammen, die von der Erfindung des Papiergelds über die Wiederannäherung an die klassische Antike bis zur kapitalistischen Ausbeutung von Natur und Mensch reicht. So nimmt das Werk nicht nur die Moderne, sondern zugleich ihre Schattenseiten hellsichtig vorweg.

2012 wurde die Jubiläumsspielzeit des Theaters Baden-Baden mit FAUST I eröffnet. Mit FAUST II nimmt dasselbe Produktionsteam den Stoff wieder auf. Von der "kleinen Welt" entführt es die Zuschauer mit Faust und Mephisto in die "große Welt". Der weite Bogen, der beide Teile verklammert, ist Mephistos Einladung an den rastlosen Faust, seine Triebe und Gelüste auszuleben, nicht nur im Privaten, auch im globalen Sinne der Beherrschung von Mensch und Natur. Wir erleben die Anfänge der rücksichtslosen Ausbeutung aller Ressouren, deren Resultate uns jetzt Kopfzerbrechen bereiten: eine große abenteuerliche Reise. Auch die Erfolgsinszenierung von FAUST I ist wieder im Spielplan.

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Spiegelfoyer statt.

 

FAUST im Doppelpack:

Faust I und II an einem Wochenende erleben? Auch in der neuen Spielzeit 2018/19 haben Sie wieder die Möglichkeit an einem Wochenende beide FAUST-Abende zu sehen.

Sa. 09.03.2019 um 19:00 Uhr und So. 10.03.2019 um 19:00 Uhr

Sa. 06.04.2019 um 19:00 Uhr und So. 07.04.2019 um 19:00 Uhr

Preisnachlass bei Buchung des Doppelpacks. Das Paket ist nicht online buchbar, bitte hierzu den Ticketservice kontaktieren.

 

Schulen buchen für Gruppenpreise bitte ausschließlich über ticketservice@baden-baden.de


  • INSZENIERUNG: Harald Fuhrmann* >>
  • BÜHNE UND KOSTÜME: Timo Dentler* >>, Okarina Peter* >>
  • MUSIK: Hans-Georg Wilhelm >>

  • BESETZUNG:
    Mattes Herre >>, Nadine Kettler >>, Ulrike Langenbein* >>, Lilli Lorenz >>, Sebastian Mirow >>, Rosalinde Renn* >>, Max Ruhbaum >>, Patrick Schadenberg >>, Rike Schuberty* >>, Annemie Twardawa* >>, Patrick Wudtke >>

PRESSESTIMMEN:

"Eine fesselnde Textinterpretation, die ihre Sinnlichkeit aus dem Bewusstsein für Sinn gewinnt statt aus äußerlichem Aktionismus. Gebannt folgt man dem Ensemble durch ein Gedankenreich, in dem sich das Individuum aus 'Faust I' zum Archetyp des menschlichen Fortschritts und Herrschaftsdrangs wandelt. (...) Herausragend ist, wie leichtfüßig das Ensemble sein hoch konzentriertes Spiel und präzises Sprechen wirken lässt." BNN

Die virtuosen Puppenspielerinnen Ulrike Langenbein, Rike Schuberty und Annemie Twardawa steuern stimmig die fantastischen Figuren des Stücks bei, und die atmosphärisch dichte Musik von Hans-Georg Wilhelm tut ihr Übriges, um diese Aufführung zu einem unbedingt sehenswerten Ereignis zu machen." BNN 

"In Baden-Baden widersteht Fuhrmann allzu unmittelbarer Deutung und zeigt Goethes sprunghaftes Weltenstück mit vielen antiken, historischen und philosophischen Bezügen als rasante Revue des Urmenschlichen, voller Späße auch, aber mit tieferem Sinn." BT

TERMINE:
So 10.03.2019, 19:00 Uhr TICKETS >>
So 07.04.2019, 19:00 Uhr TICKETS >>

Bitte beachten Sie, dass die vollständige Vorstellungsübersicht jeweils am 15. des Vorvormonats online gestellt wird.


GÄSTEBUCH:

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar zum Stück.